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Die MI-8 über Mainhatten

 

So hieß das Kinderbuch von Astrid Lindgren. Das Buch ist schon etliche Jahre alt und auch der erste Hubschraubertransport über Frankfurt am Main liegt nun schon einige Jahre zurück.

 

Es war nicht leicht, die tonnenschweren Klimaanlagen und andere Gerätschaften auf den Dächern der Frankfurter Hochhäuser auszutauschen. Konnten die Altgeräte noch zerlegt und durch das Treppenhaus und Fahrstuhl in mühsamer Kleinarbeit in das Erdgeschoß gebracht werden, war dies mit den Neugeräten nicht möglich.

 

Für Autokräne zu hoch oder nicht zugänglich (Tiefgaragen, Straßensperren von Durchgangsstraßen nicht genehmigungsfähig) und die Hauskräne zu schwach für die Lasten, musste eine andere Lösung her. Nach vier Monaten Behördengängen war es endlich so weit - die von vielen Kollegen aus dem Kran- und Transportbereich in der Region nicht für möglich gehaltene Genehmigung lag vor. Der erste Einsatz eines russischen Transporthubschraubers (eine Kamov 32A mit fünf Tonnen Tragkraft), der von einer schweizerischen Heli-Transportfirma betrieben wird, konnte über Mainhattan einschweben.

 

Über mehrere Jahre wurden dann immer wieder für verschiedene Unternehmen diese Projekte durchgeführt und fast alle Dächer Frankfurts "bestiegen". Sogar ein fünfzehnminütiger Fernsehfilm wurde beim Einsatz der MI-8 (von der Berliner Spezialflug, 3 to Nutzlast) gedreht. In der ARD gesendet und in vielen dritten Programmen wiederholt, führte das immer wieder zu Anrufen: "Ich hab Dich gerade im Fernsehen gesehen!".

 

Eine spannende Zeit mit vielen tollen Projekten und extremen Erfahrungen. Heutzutage sind diese Transporte gar nicht mehr so ungewöhnlich und werden häufig von Hubschrauberunternehmen selber vorbereitet und durchgeführt. Der Kampf gegen die Windmühlen der Behörden hat sich da auf jeden Fall ausgezahlt.

 

 

 

Bei einem anderen Einsatz:

 

Hier wurden mehrere alte Geräte herunter und die neuen hochgeflogen. Da die Gewichte je ca. 4,5 to betrugen, musste die mit einem Doppelrotor ausgestattete Kamov eingesetzt werden. Die beiden Rotoren drehen gegeneinander, damit entfällt der sonst nötige Heckrotor. Das macht den Heli sehr kompakt und kräftig.